Bericht über eine Folterung, wie sie in europäischen Knästen fast alltäglich ist.

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Renata Zelazna wegen versuchtem Mord angeklagt

 

Renata ist Polin aber hat in Holland gelebt weil sie dort studiert. Sie war im Urlaub in Brighton und zwei Tage nach der Rückkehr hatte sie eine Auseinandersetzung mit einigen Arbeiter_innen von einem

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Abbruchgelände unmittelbar an ihrer Wohnung, welches seit ihrem Einzug ein Ärgernis war. Sie hat sich schon viele Male über die Arbeiten nebenan beschwert, insbesondere über Asbestverseuchung und die Vibrationen, welche in den Wänden ihrer Wohnung Risse erscheinen liessen. Sie lebte in einer Wohnung, die von den „Idealis“ betrieben wurde. Dies

e organisieren Student_innenunterkünfte, und das Gebäude, welches nebenan abgerissen wurde, wurde auch von ihnen betrieben. Nachdem sie die meisten ihrer Beschwerden ignoriert hatten, kamen sie letztendlich doch, um sich die Risse in ihrer Wand anzusehen und sagten, sie könnten es reparieren. Sie taten es aber nie, und so lebte sie eine Zeit lang mit der Angst, die ganze Unterkunft würde über ihrem Kopf einstürzen.


Nachdem sie aus Brighton zurück war, ging sie geradewegs ins College für ein Examen und ging danach Heim, um dann bei ihrer Ankunft zu Hause eine neue Maschine auf dem Abbruchgelände vorzufinden. Eine Art grosser Vorschlaghammer oder Bohrer. Es war laut und alles in ihrer Wohnung bebte. Da all ihre

vorherigen Beschwerden ignoriert worden waren, entschied sie sich, etwas anderes zu unternehmen. Sie ging herunter zum Platz wo die Arbeiten liefen und schrie zum Fahrer der Bohrer-Maschine, welcher sie wegen dem Lärm jedoch nicht hörte, also warf sie eine Hand voll Schlamm auf die Scheibe. Sie versuchte zu erklären, dass dies Student_innengebäude seien, dass die Bauarbeiter_innen von den „Student_innen-Idealis“ angestellt seien und fragte, was sie denn da täten, diesen Lärm machten während Student_innen versuchten, für Examen zu lernen, warum sie das nicht die nächste Woche täten, wenn kein Unterricht stattfände und viele Leute sowieso weg wären. Der Fahrer schwenkte den Arm der Maschine herum, so dass er sie beinahe traf, was er mit Absicht tat. Dann begann er wieder weiterzubohren, was sie die Beherrschung verlieren liess und sie daraufhin einen Stein schmiss. Ein anderer Bauarbeiter drückte sie dann zu Boden. Sie stand wieder auf und warf noch mehr Schutt und die Betreiber sagten, sie würden die Polizei rufen. Sie sagte „Gut, tut das, damit ich mich über diese Plage beschweren kann“.

Renata kehrte nach Hause zurück und eine Weile später klopfte es an ihrer Tür.
Sie dachte, es seien die Bauleute, die kämen, um noch mehr Stress zu verursachen, wenn sie gedacht hätte, dass es die Polizei ist, hätte sie die Tür wahrscheinlich nicht geöffnet.
Sie öffnete die Tür und sah einen großen Mann in einem weißen Hemd und dachte, er sei der

Leiter der Abbruchfirma, bis sie eine Polizistin hinter ihm sieht, dann erkannte sie auch seinen Ausweis. Sie sagten, dass sie wegen der Zerstörung der Maschine festgenommen würde.
Renata konnte nicht glauben, dass das bisschen Schutt die grossen Maschinen beschädigt hat.
Sie erklärte, den Bullen, dass sie am Kochen des Abendessens sei.
Der Polizist trat in die Wohnung ein und nahm ihr die Pfanne weg, Renata nahm sie wiederum dem Bullen ab und versuchte weiter zu kochen. Der Bulle drohte ihr mit Gewalt, versuchte sich auf sie zu stürzen, da Renata keinen Fluchtweg offen hatte, richtete sie ein Kochmesser auf ihn und versuchte ihn einen Schritt zurück zu drängen. Sie versuchte NICHT ihn zu erstechen, sie wollte nur nicht von ihm angefasst werden, es war ein Überlebensinstinkt.
Der Bulle packte die Hand mit dem Messer drehte sie so, dass die Spitze auf Renata zeigte und stiess die Hand Richtung Renatas Bauch. Sie liess das Messer fallen und bekam Pfefferspray ins Gesicht.

Sie zerrten sie auf den Flur und warfen sie auf ihren Bauch, sie legten ihr Handschellen an und der Polizist ist auf Renata drauf gestanden, Damit sie sich nicht mehr bewegen konnte. Renata schrie, als Nachbarn herbei kamen, schickten sie die Bullen wieder in ihre Wohnungen zurück. Während Renata festgehalten w

urde durchsuchte die Polizistin ihre Wohnung ohne Haft- oder Durchsuchungsbefehl. Anschliessend packten die Bullen sie an den Armen und Beinen und trugen sie Kopf voran die Treppe hinunter. Am Kopf der Treppe zögerten die Bullen, Renata dachte,
sie würden sie die Treppe hinunter werfen.
Im Streifenwagen musste sie auf dem Boden, die Arme hinter dem Rücken mit Handschellen gefesselt, knien. Der Bulle war hinter ihr und zerrte jedes mal an den Handschellen, wenn sich Renata bewegte. Wegen dem Pfefferspray hatte sie Schwierigkeiten beim Atmen, um wieder ein bisschen atmen zu können spie sie den Schleim aus. Die Bullen schrien sie an, sie soll nicht spucken.
Der Polizist zog ihre Hose herunter, sie trug nur noch ihre Unterhosen und konnte nichts dagegen tun.

Sie brachten sie in eine Polizeiwache in Ede und sagten ihr, steh auf und gehe hinein.
Der Polizist drückte ihr aber die Füße auf den Boden des Autos, so dass sie nicht aufstehen konnte. Beim Versuch aufzustehen, verlor sie einen Schuh. Die Bullen zerrten sie in eine Zelle.
Die Handschellen waren so brutal fest angezogen, dass sie dachte, sie würden ihre Handgelenke brechen. Renata bat die Bullen sie gehen zu lassen, aber sie wurde ignoriert. Sie warfen sie in eine Zelle und sperrten Renata zwei Tage ein, Sie hatte Blutergüsse knapp über ihrem Schambein, Blutergüsse und Schnitte an ihrem Handgelenk. Am ersten Tag bekam sie wenig Wasser, am zweiten überhaupt keins.
Obwohl sie den Bullen sagte, dass sie Veganerin sei, gaben sie ihr Fleisch in die Zelle

um sie zu quälen, sie schob es aus der Zelle und die Bullen stellten es wieder rein.

Als Renata festgenommen wurde, hatte sie ihre Periode, in der Zelle gab es keine Toilette und so musste sie den Boden als Toilette benutzen, auch die Abgabe von Hygieneartikel und Wasser wurden ihr verweigert, als sie darum bat, wurde sie bloss beleidigt.
Die Ganze Zeit bat Renata um eine Anwältin, sie bekam eine weibliche Pflicht-Anwältin, die ihr geholfen hat, eine Unterstützungsgruppe für VeganerInnen im Knast zu finden.
Nach zwei Tagen in Gewahrsam kam ein Richter verlegte Renata in ein Gefängnis für versuchten Mord.

Rneata wurde befohlen sich anzuziehen, also zog sie sich an, ihre Wäsche war voller Blut, wegen ihrer Periode. Sie wartete aber niemand kam, so zog sie ihre vollgebluteten Kleider wieder aus und wickelte sich in eine Decke ein.
Dann wurde die Zellentür geöffnet und ein Polizist trat hinein. Er legte ihr einen Sack um den Hals, so dass sie fast keine Luft bekommen hat und legte ihr Handschellen an. Ausserdem fesselten sie ihre Beine mit Klett-Band.
In diesem Moment dachte Renata, die Bullen würden sie umbringen.
Sie Warfen Renata in ein Auto und fuhren mit angelassener Sirene los. Ein männlicher Polizist sagte zu ihr: "Du steckst ganz schön in der Klemme".
Renata fragte, ob er der Polizist aus ihrer Wohnung sei, er bejahte dies. Sie entschuldigte sich bei ihm und er nahm ihr den Sack vom Hals, da bemerkte sie, dass er es gar nicht war.
Er sagte, wenn sie versprach, sich zu benehmen, könne sie selbstständig in den Knast laufen, sie versprach es und er nahm ihr das Klett-Band von den Beinen ab.
Renata betrat, in die Decke eingewickelt, das Gefängnis.

Sie wurde in eine Zelle gesetzt, dieses Mal mit einer Toilette. Sie zogen ihr ihr Top und ihren BH aus und gaben ihr grässliche Kleidung, Wasser und Oxazepam (ein Benzodiazepin, welches für die Behandlung von Angstzuständen und Schlafstörungen und für die Kontrolle von Symptomen, die bei Alkoholentzug auftreten). Am nächsten Tag wurde ihr Essen gebracht. Sie verbrachte weitere 2 oder 3 Tage in Isolation wegen Verdacht, sie habe Tuberkulose weil sie Polin sei. Sie hatte niemenschen in Polen mit Tuberkulose gekannt, und sie hatte auch zwangsläufig Narben von der Impfung gegen TB. Sie sagte ihnen, dass Röntgenstrahlen Krebs verursachen würden und dass sie sehr unglücklich darüber war, dass das mit ihr gemacht wurde, aber sie wurde gezwungen, eine Röntgenaufnahme von ihrem Brustkorb zu machen, damit ihr erlaubt wurde, in eine normale Zelle zu kommen.

 

Jetzt ist sie in der normalen Zelle in Untersuchungshaft. Ihr drohen mindestens 6 Jahre Knast, wegen versuchtem Mord. Sie hat ihr Examen verpasst und ihren Job verloren. Sie muss nun ihr Stipendium und das Geld für den Sprachkurs zurückzahlen
Es gibt in Holland Programme, die den Leuten helfen ihren Arbeitsplatz und ihre Wohnung zu erhalten, da Renata aber Polin ist, hat sie keinen Anspruch darauf, obwohl sie in Holland Steuern zahlt.

 

Sie hatte vor kurzem eine 15 Minütige Gerichtsverhandlung, an der sie nicht teilnehmen konnte.
Dabei wurde Entschieden, dass sie eine Gefahr für die Öffentlichkeit ist und es notwendig sei sie U-Haft zu lassen. Da die öffentlichen Ordnung stört.


Renata sagte in ihrem Brief: "Er kam in mein Haus und drohte mir mit
Gewalt. Ich nahm das Messer, ohne darüber nachzudenken, was ich tat. Hab ich
wirklich 6 Jahre verdient weil ich versucht habe, mein Leben zu retten? Ist das Gerechtigkeit? Ich wurde geschlagen, erhielt kein Essen kein Wasser, wurde gequält, verhöhnt, Isoliert, geröntgt und nun soll ich eingesperrt werden? Wenn ich freigelassen werde, werde ich keine
Ausbildung haben, keinen Ort wohin ich gehen kann, ich werde Schulden haben, geistig verwirrt und physisch kaputt sein.
Alles nur, weil ich etwas Ruhe und Frieden wollte in meiner Wohnung für die ich viel Miete bezahle. Ich habe alle Hoffnung verloren, ich schaue in den Spiegel und sehe den Tod
in meinen Augen. Ich habe an Gewicht verloren. Ich bin nur noch Haut und Knochen.
Ich weiß nicht, ob ich noch lebe

 

Es bleibt dabei ALL COPS ARE BASTARDS!!!!

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ABC 06/02/2010 12:53


Hier noch die Homepage, mit Text auf englisch...

http://www.free-renata-zelazna.webs.com/