Freiheit für Mumia Abu Jamal

Veröffentlicht auf von Anarchistische Aktion Zentralschweiz

Der vergangene Monat stand ganz im Zeichen der Anhörung vor dem 3. Bundesberufungsgericht. Diese fand am 9http://www.worldbeatculturalcenter.memberlodge.com/Content/Pictures/Picture.ashx?PicId=98921. November in Philadelphia statt. Wie in voran gegangenen Rundbriefen beschrieben, musste Mumia sich erneut gegen die Todesstrafe auf Antrag der Staatsanwaltschaft wehren. Für viele sicherlich überraschend entließ Mumia wenige Tage vorher seinen langjährigen Anwalt Robert R. Bryan. Dieser legte daraufhin sein Mandat nieder ( http://mumialegal.org/ 1. Meldung vom 5. November 2010). Mumia liess sich von seiner Anwältin Judith Ritter vertreten. Sie hatte in der selben Frage bereits 2007 erfolgreich vor Gericht gegen die Todesstrafe argumentiert. Ritter arbeitet bereits seit Jahren in Mumias Verteidigungsteam, ebenso wie Christina Swarns, die am 9. November auch als Zuschauerin an der Anhörung teilnahm.

Es gibt sehr viele Beschreibungen und Analysen der Vorgänge im Gericht und der begleitenden Proteste. Das allermeiste ist natürlich in englisch (siehe unten "Berichte aus der Bewegung").

Ein Audio Mitschnitt von der Gerichtsanhörung im 3. Bundesberufungsgericht ist hier frei verfügbar: http://www.ca3.uscourts.gov/oralargument/audio/01-9014MumiaAbuJamalvBeardetal.wma

Der Verlauf der Anhörung am 9. November und auch die zahlreichen Solidaritäts-Proteste in Philadelphia vermittelten zunächst den Eindruck, dass es bestmöglich gelaufen sei. Allerdings gilt es zu bedenken, dass Mumia juristisch eigentlich immer gute Argumente und Präzedenzfälle auf seiner Seite hatte, jedoch nie eine Chance bekam. Es ist klar, dass Mumia nicht aufgrund juristischer Formalien sondern lediglich aufgrund jahrzehntelanger praktischer Unterstützung noch lebt und nicht vom Staat ermordet wurde.

Mit einer Entscheidung vom 3. Bundesberufungsgericht über das Leben von Mumia ist in den nächsten Monaten zu rechnen. Auf einem Treffen verschiedener Mumia-Solidaritätsgruppen wurde beschlossen, nun stärker öffentlich aufzutreten, um den US Behörden deutlich zu machen, dass sie die von ihnen beabsichtigte Ermordung eines kritischen Journalisten nicht durchziehen können.

 

Freiheit für alle Gefangenen

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