MM: Aktion gegen Coca Cola in Luzern, Wetzikon und Dietlikon

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Liebe Medienschaffende
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Am 8./13. und 16. Dezember haben MitgliederInnen und SympatisantInnen der Anarchistischen Aktion Zentralschweiz in Luzern, Wetzikon und Dietlikon eine friedliche Aktion, anlässlich der Stopps des Coca Cola Weihnachtstrucks, gegen Coca Cola durchgeführt.
Es wurde jeweils ein Transparent mit der Aufschrift "Coca Cola Kills" hoch gehalten, ausserdem sind Flugblätter verteilt worden, welche auf die mörderische und unökologische Geschäftspraxis von Coca Cola aufmerksam machen sollen.

Die Coca Cola Mitarbeiter seien leider jeweils nicht bereit gewesen die Kritik anzunehmen und hätten den Dialog verweigert.

Der Anarchistischen Aktion ist es ausserdem ein grosses Anliegen, dass Sie als Medienschaffende Ihre Aufgabe ernst nehmen, den Finger und die Augen auch dort drauf halten wo es schmerzt.
Angesichts der Geschäftspraxis von Coca Cola und anderen Multis ist es wichtig, dass wieder eine kritische Berichterstattung statt findet und gut recherchiert wird.

Als Anstoss sende ich Ihnen zu diesem Zweck im Anhang einige Berichte mit Quellenangabe zu besorgnisseregenden Vorkomnissen rund um Coca Cola.

Mit freundlichen Grüssen
Marcel Müller
Pressesprecher Anarchistische Aktion Zentralschweiz
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Coca-Cola Mord an Mensch und Umwelt

Kinderarbeit
Im November 2007 berichtet der britische Fernsehsender channel4 über Kinderarbeit auf Zuckerrohrplantagen in El Salvador, die Coca-Cola beliefern

Im März 2009  berichtete die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch dass immer noch Kinderarbeit auf den Zuckerrohrplantagen El Salvadors herrscht. Dort wo die teilweise nur bis zu acht Jahre alten Jungen in der sengenden Sonne bis zu neun Stunden täglich arbeiten, so dass deren Hände schon nach geraumer Zeit aussehen wie die eines Erwachsenen und an eine schulische Grundbildung erst gar nicht zu denken ist.
Zu den durchaus namhaften Abnehmern des Zuckers aus El Salvador gehört dabei u.a. die weltbekannte Firma Coca-Cola, die sich, wie die anderen Firmen, scheinbar zufrieden, stillschweigend verhält und Kinderarbeit auch sonst nicht per se kontrolliert und verbietet. HRW fordert deshalb sowohl die Regierung El Salvadors, als auch die angesprochenen Firmen dazu auf Verantwortung zu übernehmen, um einer Stagnation der Entwicklungen entgegenzuwirken.
Quelle: http://blog.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/archives/1379-Coca-Cola-Co.-kaufen-weiterhin-Zuckerrohr-aus-Kinderarbeit.html


Miserable Arbeitsbedingungen
Ein Kolumbianischer Gewerkschafter,  Carlos Olaya, im Gespräch mit der deutschen Gewerkschaft ver.di Er berichtet über  15std. Tage, Paramilitärs und der Behinderung von Gewerkaschfts-Arbeit
Interview:  http://www.uni-trier.de/index.php?id=21448


Ermordete GewerkschafterInnen in Kolumbien
Isidro Gil wurde am 5. Dezember 1996 in der Coca-Cola-Abfüllanlage "Bebidas Y Alimentos de Urabá" von Paramilitärs erschossen
Quelle:  http://kanalb.org/edition.php?play_id=62&modul=Edition&clipId=62

Hier ein Beispiel für eine Morddrohung gegen den Präsidenten der Lebensmittelgewerkschaft Sinaltrainal: Javier Corre: http://killerbrause.solid-brandenburg.de/aktuelles/aktuelles/erneut-morddrohung-gegen-coca-cola-gewerkschafter.html

Dossier, welches anlässlich der Klage gegen Coca Cola (2001) entstand.
Coca Cola wurde damals angeklagt wegen: Mord, evt. Totschlag,  Beraubung
der Versammlungsfreiheit, Entführung, Freiheitsberaubung, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Folter, Willkürliche Festnahme und Inhaftierung, Tätliche Angriffe, Überfall und Absichtliche Zufügung von emotionaler Verzweiflung
Dossier: http://www.labournet.de/internationales/co/cocacola/coca_cola.pdf

Zwischen dem 22. und dem 25. November 2009 kam es zu einer Welle von neuen Morddrohungen gegen die kolumbianische Gewerkschaft Sinaltrainal
Quelle: http://syndikalismus.wordpress.com/2009/12/05/neue-morddrohungen-gegen-kolumbianische-sinaltrainal-gewerkschafter/



Absenkung des Grundwasserspiegels, Wasser Privatisierung
Coca Cola ist einer der bekanntesten Konzerne weltweit, kaum ein Schriftzug begegnet Menschen so oft wie das rot-weiße Firmenlogo. Gleichzeitig wird die Kritik an der Firma aber immer lauter. Ein Grund dafür ist die Umweltpolitik des Brause-Produzenten in Indien, die Abfüllanlagen dort verursachen Wasserknappheit, Umweltzerstörung und Armut.
Als Schwellenland mit großer Bevölkerung ist Indien ist einer der attraktivsten Märkte weltweit. Folglich hat auch Coca-Cola ein großes Interesse daran, hier Fuß zu fassen, der Kampf um den Durst der Inderinnen und Inder hat längst begonnen.
Die Hintergründe
Coca-Cola betreibt in Indien ca. 50 Fabriken. Eine davon ist die 1998 errichtete Fabrik in Plachimada. Jede dieser Fabriken pumpt täglich ca.
1,5 Millionen Liter Grundwasser ab, damit werden z. B. in Plachimada ungefähr 340 000 l Getränke produziert. Für die Produktion von einem Liter Coca-Cola werden beispielsweise 9l Wasser gebraucht, eine Bilanz, die der Region zum Verhängnis wird. Denn das Wasser bezieht die Fabrik in Plachimada mit Hilfe von 60 Brunnen direkt aus dem Boden, der Konzern pumpt Grundwasser ab, selbstverständlich ohne dafür zu bezahlen.
Quelle: http://killerbrause.solid-brandenburg.de/home.html

10.08.2006
In Indien tobt ein Kulturkampf gegen Coca-Cola und Pepsi. Mehrere Bundesstaaten haben den Genuss der Softdrinks in Schulen und Behörden verboten, ein Staat hat den Verkauf völlig gestoppt. Auf den Straßen der Städte treibt der Protest gegen die US-Konzerne kuriose Blüten.
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,431108,00.html


Zerstörung der Umwelt
Coca Cola stahl und verseuchte Grundwasser in Indien. Es verschenkte dafür als Gegenleistung bleihaltigen Abfall als ''Bio Dünger'' an die umgebende Landbevölkerung
Ausschnitt aus einem Bericht von Arte: http://www.youtube.com/watch?v=HoLm4Qi5ZRY&feature=player_embedded

Quelle: http://www.evb.ch/cm_data/Coca-Cola_Um_DE.pdf

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