Staatsterror in Exarcheia

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  In einer Orgie kollektiver Bestrafung startete die griechische Polizei eine brutale Attacke

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auf Exarcheia nach dem gestrigen Protestmarsch, wobei sie Läden und soziale Zentren zerstörte, bewaffnet ein besetztes Haus räumte und den BewohnerInnen voller Brutalität begegnete.
Die gestern beobachtete Polizeibrutalität auf den Strassen Exarcheias nach dem Ende des Protestmarsches des Generalstreikes in Athen ist ein Novum und wirft ernsthafte Zweifel auf bezüglich der Natur des aktuellen Regimes in Griechenland, das nun seine demokratische Maske herrunterreist, um sein wahres Gesicht zu zeigen: die Fortsetzung der Obristen-Junta.
Nach dem Ende des Protestmarsches stürmten Hunderte von Robocops und Motorrad-Bullen Exarcheia, das Athener Quartier, das schon seit Beginn des 20.Jahrhunderts für politischen Radika
lismus bekannt ist. Die Polizei griff PassantInnen und kaffetrinkende Leute im Quartier an und zerstörte das traditionnelle Café an der Exarcheia-Kreuzung, obwohl es voller Menschen war. Das Video der mutwilligen Polizeigewalt kann hier angeschaut werden:  http://www.youtube.com/watch?v=hkQ4YsRlFxI&feature=player_embedded
Die BewohnerInnen zögerten nicht, die Polizeischurken mit Zwischenrufen wie "Junta-Junta" und "SS SS" einzudecken. Die Cops reagierten, indem sie alle verprügelten, die ihnen in den Weg kamen und indem sie einen Wohnblock stürmten. Gemäss Ioanna Manoushaka (Foto 1) war sie am Eingang des Blocks und schreite die Cops an, dass sie das Leben im Quartier zur Hölle machen, als diese sie mit Schlagstöcken angriffen und ihr den Arm brachen und mehrere Zähne herausschlugen. Sie rannte daraufhin die Treppe hoch und schloss sich in ihrer Wohnung ein, aber die Riot-Cops folgten ihr und versuchten während fünf Minuten ihre Wohnungstür einzuschlagen, während sie und ihr Mann, ein bekannter Komponist, sich verbarrikadierten.
Unter den Schreien "heute Abend werden wir euch ficken" stürmte und zerstörte die Polizei das soziale Zentrum (Rückzugsort von ImmigrantInnen) von Diktio, dem "Netzwerk für soziale und zivile Rechte", eine linke Gruppe mit einer mehrere Dekaden langen Geschichte von Aktionen gegen den Staatsterror. Gemäss dem Communiqué von Diktio, "versucht die FMI-Regierung und Markt-Junta den kriminellen Akt auf die Bank auszuschlachten, indem sie dem Land ein Terrorregime aufzwingt. Die Orgie der Polizeiherrschaft mit Hilfe von chemischer Kriegsführung und dem Verprügeln der Massen erreichte heute Abend in Exarcheia ihren Höhepunkt".
Gleichzeitig umzingelte ein gewaltiges Polizeidispositiv die anarchistische Besetzung an der Zaimistrasse oberhalb des Polytechneio und stürmte und räumte es bewaffnet. Berichte, wonach die Polizisten in die Luft schossen während der Räumung, konnten nicht verifiziert werden. Alle BewohnerInnnen wurden verhaftet.
Die Methode kollektiver Bestrafung für den gestrigen Volkswiderstand gegen die Massnahmen war charakteristisch für die Nazikollaborationsregierung in den 1940er Jahren, was den nun üblichen Namen, der den Bullen entgegen geschreit wurde, rechtfertigt: "Deutsch-Tsoliades" (die Todesbrigaden der "Tsoliaden" unter dem Befehl der Kollaborateure).

 

 

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Die Anarchistische Aktion Zentralschweiz solidarisiert sich mit den Aufständischen Menschen in Griechenland

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